Argumente für den Einsatz einer modernen Infusionspumpe

  • Durch mehr Mobilität mehr Lebensqualität
    12-14 Stunden am Tag mit einem Infusionsständer nur im Haus mobil sein, wie bei Infusion per Schwerkraft, ist sehr belastend und lähmend. Die Infusionspumpe erhält die Mobilität des Patienten, da er während der Therapie ungebunden bleibt und auf einen Infusionsständer verzichten kann. Der Patient führt Infusion und Pumpe in einem speziellen Rucksack einfach mit.
  • Integration ins soziale und berufliche Umfeld
    Mit der Pumpe und der Nahrung im Rucksack ist ein Besuch bei Freunden, die Teilnahme an einer Veranstaltung und je nach Engagement auch eine Berufstätigkeit möglich.
  • Bessere Verträglichkeit der Infusionstherapien 
    Die kontrollierte, gleichmäßige Verabreichung mit einer Infusionspumpe ist physiologischer als die lageabhängige Zufälligkeit der Laufrate bei Schwerkraft-Infusion (trotz der Verwendung von sogenannten Tropfenreglersystemen).
  • Planbarkeit und Flexibilität des Ablaufs
    Pflegedienste und Angehörige können nicht immer auf die Minute vor Ort sein, wenn der Infusionsbeutel leer läuft. Durch die programmierbare Nachlaufzeit der Infusionspumpe bleibt ein Zeitfenster von zwei Stunden zum Abschluss der Infusion. Die Infusionsdauer bei Schwerkraftinfusionen unterliegt zudem starken, nicht planbaren Schwankungen.
  • Planbarkeit und Sicherheit bei Diabetes mellitus 
    Bei vorliegender Diabeteserkrankung ist die Menge an zugeführten Kohlehydraten pro Zeiteinheit von besonderer Bedeutung. Es gilt eine definierte Menge zu infundieren, um einen unkontrollierten Blutzuckeranstieg zu vermeiden. Dabei erhöht die Infusionspumpe die Sicherheit und Planbarkeit durch eine verlässliche Infusionsrate.
  • Schutz vor Okklusion 
    Die Pumpen gewährleisten auch bei ungünstigen Körperlagen und erhöhtem Systemwiderstand eine gleichmäßige Infusionsverabreichung. Kommt es zum Verschluss, weist sofort ein Alarm darauf hin. Viele Ursachen für eine Okklusion können sofort behoben werden (z.B. abgeklemmter Schlauch).
  • Unterstützung bei Überforderungssituationen (Alarme)
    Patienten, die mit dem Umgang mit Infusionsständer überfordert sind, können mit einem Rucksack problemloser umgehen. Alarme weisen darauf hin, wenn im Schlaf oder bei desorientierten Patienten das System gestört ist. Patienten und Angehörige können ruhiger schlafen.
  • Gewährleistung einer planbaren, verordneten Ernährung
    Nur eine Pumpe ermöglicht es dank gleichmäßiger Laufrate und Nachlauffunktion die komplette Ernährungslösung wie geplant zu verabreichen. Bei Schwerkraft-Infusion wird häufig ein Teil der Infusionslösung verworfen, um eine Okklusion durch Leerlaufen zu vermeiden. Auch Tropfenregler versagen bei der höheren Viskosität der Nährlösungen.
  • Kosteneffektivität durch Vermeidung von Infekten
    Der kontinuierliche Fluss der Nährlösung senkt das Infusionsrisiko. Jede Maßnahme, die Infektionen verhindert, senkt das Risiko von schmerzhaften und gefährlichen Infektionen. Eine Explantation und Neuanlage des Zuganges (z.B. Port, Groshong), verbundenen mit Antibiotika-Therapie und einem mehrtägigen stationären Aufenthalt wird regelmäßig teurer als die Kosten für Pumpe und Zubehör über den gesamten Ernährungszeitraum.
  • KVO-Rate (keep vein open) nach erreichter Infusionsmenge
    Nach Erreichen der Zielmenge fördert die Infusionspumpe kleine Mengen der Infusionslösung weiter, damit keine Komplikationen, wie Verlegung des Infusionsbesteckes oder des Zuganges, auftreten. Dadurch werden mögliche Verschiebungen des Infusionsabschlusses, zum Beispiel durch Verhinderung der Pflegedienste entzerrt.
  • Möglichkeit von sicheren kombinierten Therapien
    Durch den Einsatz von Pumpen ist es möglich, notwendige kombinierte Therapien gleichzeitig zu verabreichen. Zum Beispiel parallele Schmerz- und Ernährungsinfusionen.
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