Immundefekte

Primäre

Primäre Immundefekte sind genetisch bedingt und daher angeboren. Sie sind lebenslang behandlungsbedürftig. Die Patienten leiden unter häufigen starken Erkältungen bis hin zu Lungenentzündungen, chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen, chronischen Durchfällen und hartnäckigen Infektionen. Diese Infekte sind häufig problematisch durch Antibiotika zu behandeln.

Sekundäre

Zu den sekundären (erworbenen) Immundefekten gehören die chronisch lymphatische Leukämie (CLL), das multiple Myelom (MM), multifokale motorische Neuropathien (MMN), das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) oder auch die Autoimmunerkrankungen wie z.B. die Immunthrombozytopenie (ITP). Ebenso können Chemotherapien und die Einnahme von Kortison Auslöser für Immundefekte sein.

Warnzeichen

Warnzeichen für vorliegende Immundefekte können unter anderem sein:

  • Vier oder mehr Infektionen pro Jahr, die mit Antibiotika behandelt werden müssen (z.B. Mittelohrentzündung, Bronchitis, Lungenentzündung od. Nebenhöhlenentzündungen).
  • Wiederkehrende Infektionen, die überdurchschnittlich lange antibiotisch behandelt werden müssen. Mehr als zwei bis drei schwere bakterielle Infektionen (z.B. Hirnhautentzündung, Knochenmarkentzündung, Blutvergiftung).
  • Bekannte Immundefekte in der Familie.
  • Hartnäckige Pilzinfektionen an Haut und Schleimhäuten.
  • Impfkomplikation bei Lebendimpfstoffen.
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