Peripher Venenkatheter (PVK)

Bei einem peripheren Venenkatheter wird mit Hilfe einer innenliegenden Stahlkanüle ein dünner, wenige Zentimeter langer Kunststoffschlauch in eine außenliegende (periphere) Vene gelegt. Nach Entfernen der Stahlkanüle hat man einen direkten Zugang zum Blutsystem.

Vorteile:

  • Flüssigkeiten und Medikamente können ohne erneutes Stechen über mehrere Tage direkt ins Blut injiziert werden.
  • Das Legen ist nicht aufwendig, von geübtem Personal schnell durchzuführen und es gibt keine gefährlichen Komplikationen.

 

Nachteile:

  • Der geringe Blutstrom sorgt dafür, dass Infusionslösungen nicht sofort verdünnt werden. Daher würden höherkonzentrierte Lösungen die Gefäßwände schädigen und können nicht eingesetzt werden – eine intravenöse Ernährung ist nicht möglich.
  • Nach wenigen Tagen wird die oberflächliche Vene auch bei niedriger konzentrierten Infusionslösungen geschädigt und entzündet sich. Zwar entsteht nur bei wiederholter Punktion in kurzen Abständen eine dauerhafte Schädigung, aber der Patient muss immer wieder neu gestochen werden.
  • Bei Kreislaufkomplikationen („Schock“) ist die Blutzirkulation in den kleineren Venen an Armen und Beinen gestört und Medikamente können nicht mehr über den Blutkreislauf verteilt werden. Daher muss bei akuten Notfällen häufig ein zentralvenöser Katheter gelegt werden.
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