Schmerztherapie über Infusionspumpe

Eine ambulante Schmerztherapie lässt sich mittels Tabletten und Tropfen, Depotpflastern, Injektionen und als Infusion über eine Pumpe durchführen. Bei starken, länger anhaltenden Schmerzen empfehlen Experten die Infusion über eine Pumpe aus folgenden Gründen:

  • Exakte und variabel einstellbare Dosierung
    Durch die genau arbeitenden Pumpen kann exakt die Medikamentenmenge geben werden, die gebraucht wird. Es wird nicht mehr, vor allem nicht weniger Schmerzmittel verabreicht. Eine Änderung der Dosierung ist in Minutenschnelle möglich und kann in sehr kleinen Schritten erfolgen, im Gegensatz z.B. von Tabletten und Pflastern („Nehmen Sie bitte nur noch 95% der Tablette“. Eine derartige Anordnung wäre problematisch umzusetzen).
  • Gewährleistung einer kontinuierlichen Medikamentengabe:
    Durch die Pumpe werden die Schmerzmedikamente gleichmäßig dem Körper zugeführt. Da starke Schmerzen häufig auch fortwährend vorhanden sind, entspricht die kontinuierliche Schmerzmittelgabe genau dem Bedarf des Anwenders. Injektionen, Tabletten und Tropfen sorgen für eine Berg- und Tal-Fahrt beim Arzneimittelspiegel und müssen oft höher dosiert werden, um einen ausreichenden Wirkspiegel zu erzielen.
  • Nebenwirkungsarme Schmerztherapie:
    Dank genauer Dosierung ist die Gesamtmenge der benötigten Schmerzmittel geringer und damit in der Regel auch die begleitenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Besonders gravierende Nebenwirkungen, wie eine Verlangsamung der Atmung bei Opiaten, treten nur bei Überdosierung auf, die durch eine Pumpe vermieden werden kann.
  • Erhöhung der Lebensqualität:
    Bei starken Schmerzen ist nicht nur der Schmerz an sich sehr belastend, sondern auch die Angst vor der nächsten Schmerzattacke. Die Unsicherheit, ob die nächste Injektion rechtzeitig gegeben wird, ob die Tabletten diesmal vertragen werden oder was bei stärker werdenden Schmerzen am Wochenende geschieht, weicht bei einer Schmerztherapie über eine Pumpe einer sicheren Schmerzfreiheit.
  • Flexible Lebensgestaltung:
    Mit einer Schmerzpumpe entfallen das Warten auf den Arzt für eine Injektion oder die Einnahmeintervalle bei Tabletten. Der Betroffene kann ausschlafen, das Haus nach Belieben verlassen und muss nicht zuhause einen Krankenhaus ähnlichen Tagesablauf gestalten. Je nach Gesamtsituation ist wieder eine mobile Lebensgestaltung mit Sozialkontakten möglich.
  • Sicherheit:
    Die Infusionspumpe erhöht die Sicherheit für den Patienten und alle Therapiebeteiligten: Dank Bolusfunktion (entspricht einer Extragabe an Schmerzmittel), die individuell nach Arztanordnung eingestellt wird, kann der Patient selbst eingreifen, wenn die Schmerzen plötzlich stärker werden. Fehldosierungen durch falsche Tabletteneinnahme werden vermieden. Die Einstellungen der Pumpe sind passwortgeschützt und können nicht aus Versehen verändert werden. Der infusionszeitraum ist für alle Beteiligten planbar.

 

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