Zentralvenöser Venenkatheter (ZVK)

Bei einem zentralvenösen Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch durch eine kleine Vene bis hin zu den großen Venen direkt am Herzen vorgeschoben. Ausgangspunkt kann eine Vene am Arm, am Hals, unterhalb des Schlüsselbeins oder in der Leiste sein.

Vorteile:

  • Da hier ein großer Blutstrom Flüssigkeiten sofort weiter verteilt und verdünnt, können auch Infusionen gegeben werden, die hochkonzentriert sind und bei feinen Venen die Gefäßwände schädigen würden.
  • Bei schwerwiegenden Kreislaufproblemen ist es weiter möglich, Medikamente und Flüssigkeiten zu geben.
  • Im Vergleich zu anderen zentralvenösen Zugängen, wie Hickman‐Broviac, Groshong oder Portsystemen, ist das Legen eines ZVKs schneller und einfacher möglich. Gerade in Notfallsituationen kann ein ZVK in Minuten gelegt werden.

 

Nachteile:

  • Der „einfache“ zentralvenöse Katheter besitzt keine besonderen Barrieren gegen einwandernde Bakterien und Pilze. Daher muss er je nach Lage nach wenigen Tagen oder Wochen wieder entfernt werden, um Infektionen vorzubeugen.
  • Beim Legen eines ZVKs besteht die Möglichkeit von Komplikationen. Daher ist immer abzuwägen, ob nicht auch ein peripherer Venenzugang ausreicht.
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