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Schnittstelle Technik: Was eine Infusionspumpe sicher macht

Tom Meinke kommt vom Pumpenhersteller. Er spricht über Technik, die selten versagt, und über die Menschen, die sie im Alltag bedienen müssen.

03.09.2026

48 Minuten

Moderation:

Oliver Kleineidam

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Podcast-Cover Direkt ins Blut mit Illustration von Blutgefäß und Lebensmitteln

Das erfährst du in dieser Folge

  1. Warum der Hersteller Anwender und Patienten fragt, bevor eine neue Pumpengeneration entsteht, bis hin zum Rucksack
  2. Wie die Einweisungskette geregelt ist: der Hersteller schult Multiplikatoren, die eine Stufe weiter einweisen dürfen, danach ist Schluss
  3. Was die Pumpe selbst absichert: getrennte Codes für Programmierung und Angehörige, Sperrzeiten zwischen zwei Boli, Alarme bei Druck, Verschluss und Luft in der Leitung
  4. Warum die Batterie bei einem Alarm gerade nicht herausgenommen werden sollte
  5. Warum der Hersteller bei einer Reklamation zuerst die Bedienung prüft und nicht das Gerät: seit über 40 Jahren baut er ausschließlich Infusionspumpen, Anwenderfehler macht er nach eigener Einschätzung für 99 % der Fälle verantwortlich
  6. Warum aus der Ferne in anderen Ländern mehr möglich ist als in Deutschland: Der Hersteller ist in über 60 Ländern unterwegs, und die Regeln zum Datenschutz sind überall andere
  7. Weshalb das Auslesen der Pumpe aus der Ferne in Deutschland an der Finanzierung hängt und nicht an der Technik

Worum es geht

Eine ambulante Infusionstherapie hängt an Geräten, die im Hintergrund arbeiten und im Alltag nicht auffallen sollen. Eine Pumpe fördert eine festgelegte Menge, erkennt Druck, Verschluss und Luft in der Leitung und meldet sich, bevor jemand etwas bemerkt. Wie viel davon Technik ist und wie viel Einweisung, zeigt sich erst, wenn etwas nicht läuft.

Tom Meinke ist Mitarbeiter eines Infusionspumpenherstellers und damit die Schnittstelle zwischen Gerät und Versorgung. Er beschreibt, wie eine neue Pumpengeneration gemeinsam mit Anwendern und Patienten entwickelt wird, wie Einweisung und Schulung geregelt sind und warum am Ende einer Reklamation nach seiner eigenen Einschätzung zu 99 % ein Anwenderfehler steht und kein Gerätefehler. Dazu kommt sein zweiter Blick auf das Thema: Er ist kaufmännisch ausgebildet, hat sich später im palliativen Bereich weiterbilden lassen und erzählt, was er dabei in der eigenen Familie erlebt hat.

Die Folge gehört zur Reihe „Schnittstelle“, in der es um die Partner geht, ohne die eine Versorgung zu Hause nicht funktioniert.

Kapitel

00:00  Worum es in dieser Folge geht

02:12  Vom Vertrieb in die palliative Versorgung

06:22  Die eigene Erfahrung mit palliativer Versorgung

10:18  Pflegenotstand als strukturelles Problem

12:41  Schmerz einschätzen und ernst nehmen

18:45  Telemedizin: was die Pumpe aus der Ferne melden kann

34:47  Wie sicher die Pumpe wirklich ist

39:44  Wer wen an der Pumpe einweisen darf