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Chemotherapie verstehen: Zyklen, Nebenwirkungen und Ernährung

Warum zwei Menschen dieselbe Therapie völlig unterschiedlich vertragen und was der Ernährungszustand damit zu tun hat.

03.09.2026

47 Minuten

Moderation:

Oliver Kleineidam

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Podcast-Cover Direkt ins Blut mit Illustration von Blutgefäß und Lebensmitteln

Das erfährst du in dieser Folge

  1. Warum eine Chemotherapie den ganzen Körper betrifft, eine OP und eine Bestrahlung dagegen örtlich wirken
  2. Was ein Zyklus bedeutet, zum Beispiel alle 14 Tage dieselbe Therapie über 6 oder 12 Zyklen, und womit zwischendurch kontrolliert wird: CT, MRT, Ultraschall
  3. Warum genannte Nebenwirkungen auftreten können, aber nicht auftreten müssen
  4. Wann sie in der Regel am ausgeprägtesten sind: zwischen dem 4. und 10. Tag nach der Therapie
  5. Weshalb der Ernährungszustand die Verträglichkeit beeinflusst, über den Therapieerfolg aber nicht entscheidet
  6. Was Peter Gonell bei Missempfindungen in Händen und Füßen konservativ empfiehlt: Kälteschutz, roher Reis, Igelball, Wechselbäder

Worum es geht

„Ich bekomme eine Chemo“ ist oft alles, was nach dem Erstgespräch hängen bleibt. Dass es sehr unterschiedliche Medikamente gibt, dass ein Zyklus etwas anderes ist als eine einzelne Behandlung und dass zwei Menschen mit derselben Therapie völlig unterschiedliche Nebenwirkungen haben können, geht in diesem Moment meist unter.

Annett Gonell und Peter Gonell arbeiten bei confido Care im Team Süd-Ost, beide kommen aus der onkologischen Pflege, Peter Gonell seit über 20 Jahren, und sind privat ein Paar. Sie erklären, was eine Chemotherapie im Körper macht und wie sie sich von OP und Bestrahlung unterscheidet, wie über bildgebende Verfahren kontrolliert wird und was eine Therapieumstellung bedeutet. Ein eigener Teil des Gesprächs gehört den Nebenwirkungen: welche typisch sind, wann sie meist am stärksten auftreten, in der Regel zwischen dem 4. und 10. Tag nach der Therapie, und was sich ohne zusätzliche Medikamente dagegen tun lässt.

Dazu kommt die Ernährung. Peter Gonell grenzt ab, worauf ein guter Ernährungszustand Einfluss hat, nämlich auf die Verträglichkeit, und worauf nicht. Annett Gonell beschreibt, warum ein Screening schon bei der Diagnosestellung sinnvoll wäre und wie oft ihr Team erst spät dazukommt.

Kapitel

00:00  Worum es in dieser Folge geht

01:48  Annett Gonell und Peter Gonell: Aufgaben im Team Süd-Ost

11:43  Was eine Chemotherapie im Körper macht

13:09  Zyklen, Kontrollen und Therapieumstellung

15:32  Nebenwirkungen: was auftreten kann, aber nicht muss

19:37  Ernährungszustand und Verträglichkeit der Therapie

30:28  Konservative Mittel gegen Missempfindungen in Händen und Füßen

39:32  Wie lange die Erholung nach der Therapie dauert