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Enterale und parenterale Ernährung: was wann eingesetzt wird

Trinknahrung, Sonde oder Infusion: zwei Ernährungsfachkräfte erklären, wo die normale Ernährung aufhört und wann der Weg direkt ins Blut führt.

03.09.2026

20 Minuten

Moderation:

Oliver Kleineidam

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Podcast-Cover Direkt ins Blut mit Illustration von Blutgefäß und Lebensmitteln

Das erfährst du in dieser Folge

  1. Was enteral von parenteral trennt: der Weg durch den Magen-Darm-Trakt oder direkt in die Vene
  2. Welche Situationen für eine parenterale Ernährung sprechen, etwa Kurzdarm, künstlicher Darmausgang oder eine Passagestörung
  3. Warum ein Zugang oft schon vorhanden ist: fast 90 Prozent der Patienten bei confido Care sind Krebspatienten
  4. Warum die Darmzotten sich zurückbilden, wenn über längere Zeit nichts mehr oral aufgenommen wird
  5. Worauf das Monitoring achtet: Blutzucker, Blutfette, Leberwerte und der Zustand des Zugangs
  6. Weshalb der Aufbau häufig bei 700 bis 1000 Kalorien beginnt und erst danach gesteigert wird

Worum es geht

Was umgangssprachlich künstliche Ernährung heißt, ist in der Fachwelt mehr als eine Form. Vor der parenteralen Ernährung steht die enterale: Trinknahrung oder eine Sonde, bei der die Nahrung weiterhin durch den Magen-Darm-Trakt läuft. Erst wenn dieser Weg nicht mehr trägt, geht die Nährstoffzufuhr über eine Vene direkt ins Blut.

Anna-Lena Fahrendorf und Johanna aus dem Ernährungsteam von confido Care ordnen die Formen entlang des Stufenplans der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin ein. Sie sprechen darüber, welche Situationen für eine parenterale Ernährung sprechen, warum trotzdem weiter oral gegessen werden soll, solange es möglich ist, und welche Komplikationen im Blick bleiben: Laborwerte, die sich verändern, und ein Zugang, der hygienisch versorgt werden muss. Auch der Weg in die Betreuung kommt zur Sprache, über den behandelnden Arzt oder auf eigene Initiative.

Es ist der dritte Teil der vierteiligen Serie zum Thema Mangelernährung. Teil 1 und 2 behandeln Ursachen und Diagnose, Teil 4 geht auf das Verfahren der Diagnosestellung und den Ablauf der Therapie ein.

Kapitel

00:00  Worum es in dieser Folge geht

02:42  Oral, enteral, parenteral: die Ernährungsformen

04:35  Der Stufenplan der Ernährungsmedizin

05:34  Wann eine parenterale Ernährung nötig wird

08:27  Warum weiter oral gegessen werden soll

12:22  Komplikationen: Laborwerte und Zugang

14:59  Der Aufbau der Kalorienzufuhr

16:13  Wie der Kontakt zum Ernährungsteam entsteht