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Schnittstelle Pflegedienst: zweimal am Tag beim Patienten

Michael Kolb führt einen ambulanten Pflegedienst und berichtet, wie eine Portversorgung ankommt, wer welchen Handgriff übernimmt und wo das System bremst.

03.09.2026

39 Minuten

Moderation:

Oliver Kleineidam

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Podcast-Cover Direkt ins Blut mit Illustration von Blutgefäß und Lebensmitteln

Das erfährst du in dieser Folge

  1. Wie die Aufgaben verteilt sind: Port anstechen und Nadel legen bei confido Care, Beutel zubereiten, anhängen und abschließen beim Pflegedienst
  2. Warum die Portversorgung auf einer eigenen Tour läuft und die Fachkräfte dafür ICW-geprüfte Wundexperten sind
  3. Warum ein festes Team von fünf Leuten die Portpatienten betreut und Veränderungen dadurch früher auffallen
  4. Wann ein Pflegedienst von sich aus eine Mangelernährung meldet, statt auf die Klinik zu warten
  5. Was Telemedizin im Pflegealltag bremst: Anschaffungskosten, zwei getrennte Softwarewelten und die fehlende Refinanzierung

Worum es geht

Eine ambulante Infusionstherapie steht und fällt mit dem, was zwischen den Terminen passiert. Der Versorger kommt einmal in der Woche, der Pflegedienst zweimal am Tag: zum Zubereiten und Anhängen des Beutels und zum Abschließen. Wie sich das organisieren lässt, sieht man erst aus dieser Perspektive.

Michael Kolb hat nach 25 Jahren in der Pflege einen eigenen ambulanten Dienst gegründet. Er beschreibt, wie eine Überleitung bei ihm ankommt, warum die Portversorgung auf einer eigenen Tour mit einem festen Team von fünf Leuten läuft, welche Ausbildung seine Fachkräfte dafür mitbringen und wann sein Team von sich aus auf eine Mangelernährung hinweist. Er erzählt außerdem, wie die Versorgung onkologischer Patienten aussah, bevor die parenterale Ernährung im ambulanten Bereich verbreitet war, und warum er Telemedizin für ein großes Feld hält, obwohl Hardware, getrennte Softwarewelten und die Refinanzierung bislang bremsen. Die Einschätzungen zum Gesundheitssystem geben seine Position wieder.

Die Folge gehört zur Reihe „Schnittstelle“, die die Beteiligten einer ambulanten Infusionstherapie einzeln vorstellt.

Kapitel

00:00  Worum es in dieser Folge geht

01:50  Vom Pflegedienstleiter in die Selbstständigkeit

04:41  Eine eigene Tour für Wund- und Portversorgung

08:10  Überleitung und Aufgabenteilung im Alltag

13:47  Wenn der Pflegedienst die Mangelernährung zuerst sieht

17:52  Wie die Versorgung vor der parenteralen Ernährung aussah

28:06  Telemedizin: Chance, Hardware und fehlende Schnittstellen

35:39  Was die ambulante Pflege leisten dürfte und was nicht