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Antibiotikatherapie (APAT)

Antibiotikatherapie (APAT)

Wenn eine Antibiotikatherapie über mehrere Wochen läuft und Sie diese Zeit nicht im Krankenhaus verbringen möchten - wie das zu Hause funktioniert.

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minuten Lesezeit

APAT - Ambulante parenterale Antibiotikatherapie

Geeignet für:
Für Patienten

Für Patienten

Verständlich erklärt — für Menschen, die selbst betroffen sind und sich orientieren möchten.

Autor:
Oliver Kleineidam
Profilfoto von Oliver Kleineidam

Oliver Kleineidam

Dipl. Pfl. Wiss. (FH), Geschäftsführung

Oliver Kleineidam ist Geschäftsführer der confido Care GmbH mit Sitz in Münster. Das Unternehmen ist im Bereich ambulante Patientenversorgung tätig, insbesondere in der parenteralen Therapie (Home Care). Er hat an der Fachhochschule Münster studiert (Abschluss 2004, Dipl. Pflegewissenschaft) und ist auch als Podcast-Host aktiv — im "Direkt Ins Blut" Podcast spricht er u.a. über Themen wie Telemedizin.

Veröffentlicht am:
05.08.2026

Inhalt dieses Beitrags

APAT: Wie die intravenöse Antibiotikatherapie zu Hause funktioniert, für welche Erkrankungen sie geeignet ist und was Sie zur Sicherheit wissen sollten.

Eine intravenöse Antiinfektivatherapie kann durch unterschiedliche Krankheitsbilder notwendig werden, z. B. bei einer Knocheninfektion, einer Herzklappenentzündung oder Atemwegsinfektion. Auch bei dem Krankheitsbild Mukoviszidose stehen viele Patientinnen und Patienten vor derselben Situation, immer wieder begleitende Infekte: Eine wochenlange Antibiotikatherapie steht bevor - und mit ihr die Vorstellung, ebenso lange in einer Klinik zu liegen. Genau hier setzt die ambulante Antiinfektivatherapie an. Sie macht es möglich, die intravenöse Behandlung nicht stationär, sondern im häuslichen Umfeld fortzuführen.

Eine Antibiotika-Infusion zuhause galt in Deutschland lange als Sonderfall. Mittlerweile ist sie für viele Krankheitsbilder ein anerkanntes und sicheres Versorgungsmodell. International ist die ambulante intravenöse Antiinfektivatherapie seit Jahrzehnten Standard - Studien aus Großbritannien, den USA und den Niederlanden zeigen vergleichbare Heilungsraten bei deutlich höherer Lebensqualität.

Dieser Artikel erklärt, wie i.v.-Antiinfektiva zu Hause verabreicht werden, für welche Erkrankungen die Methode eingesetzt werden kann, welche Antiinfektiva ambulant eingesetzt werden können, wer die Kosten übernimmt und worauf bei der Sicherheit zu achten ist. Geschrieben für Patientinnen und Patienten, die sich auf eine APAT-Behandlung vorbereiten oder einen Angehörigen begleiten.

Was ist APAT?

APAT steht für ambulante parenterale Antiinfektivatherapie. Patientinnen und Patienten erhalten ihre Antibiotika dabei nicht als Tablette, sondern als Infusion über einen venösen Zugang - und zwar außerhalb des Krankenhauses, meist im eigenen Zuhause. So bleiben sie in vertrauter Umgebung, behalten ihren Alltag bei und erreichen trotzdem einen hohen Wirkspiegel, die eine intravenöse Therapie auszeichnen.

Das Wort parenteral stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich „neben dem Darm". Gemeint ist eine Verabreichung, die den Magen-Darm-Trakt umgeht und das Medikament direkt ins Blut bringt - eine Verabreichung des Antiinfektivums direkt über die Vene. Diese Form der Gabe ist immer dann sinnvoll, wenn der Wirkstoff in hoher Konzentration und schnell am Infektionsort wirken muss, oder wenn ein orales Antibiotikum nicht ausreichend wirkt.

In Deutschland gewinnt die Methode zunehmend an Bedeutung. Wachsender Kostendruck im Gesundheitssystem, Bettenknappheit und der ausdrückliche Wunsch vieler Patienten nach mehr Selbstbestimmung tragen dazu bei, dass parenterale Antiinfektiva immer häufiger ambulant verabreicht werden. Gleichzeitig haben sich die technischen Voraussetzungen - sichere Katheter, tragbare Pumpen, spezialisierte Homecare-Unternehmen, geschulte Pflegedienste - so weit entwickelt, dass die häusliche Versorgung den Standard im Krankenhaus erreicht.

confido Care begleitet diese Versorgungsform seit Jahren. Aus dieser Erfahrung wissen wir: Eine gut vorbereitete APAT ist für die meisten Betroffenen nicht nur medizinisch gleichwertig zur Klinikbehandlung, sondern auch deutlich entlastender - sowohl für sie selbst als auch für ihre Angehörigen.

Wann wird APAT eingesetzt?

Eine ambulante Antiinfektivatherapie kommt typischerweise dann zum Einsatz, wenn die akute Phase einer Infektion überwunden ist, die Therapie aber noch über Wochen fortgesetzt werden muss. Die intravenöse Therapieform bei Infektionen wird immer dann eingesetzt, wenn eine orale Behandlung nicht ausreicht oder nicht möglich ist - und bei Krankheitsbildern, die häufig mit Begleitinfektionen zu kämpfen haben, bei denen die intravenöse Gabe regelmäßig nötig wird.

Voraussetzung ist immer, dass der Patient klinisch stabil ist und keine engmaschige stationäre Überwachung mehr benötigt. Die Entscheidung zur Fortführung einer intravenösen Therapie durch eine APAT trifft immer der behandelnde Arzt - in der Regel gemeinsam mit der zuweisenden Klinik oder Praxis, häufig auch in Absprache mit einem spezialisierten Infektiologen. Der Patient oder ein Angehöriger sollte nach einer umfassenden Einweisung durch das spezialisierte Homecare-Team den Anschluss der Infusion eigenständig übernehmen können.

Folgende Erkrankungen werden besonders häufig ambulant behandelt:

Erkrankung Erklärung
Diabetisches Fußsyndrom Chronische Wunden am Fuß bei Diabetes, häufig mit tiefen Infektionen von Weichteilen und Knochen. Eine intravenöse Antibiotikagabe über Wochen kann ambulant fortgeführt werden.
Endokarditis (Herzklappenentzündung) Bakterielle Entzündung der Herzklappen oder der Herzinnenhaut. Nach der akuten Phase im Krankenhaus wird die intravenöse Therapie über mehrere Wochen ambulant fortgesetzt.
Osteomyelitis (Knochenentzündung) / Spondylodiszitis Infektionen des Knochens oder der Wirbelsäule mit typischerweise langer Behandlungsdauer. Nach klinischer Stabilisierung eignet sich die ambulante Fortführung besonders gut.
Begleiterkrankungen bei Mukoviszidose Wiederkehrende bakterielle Infektionen der Atemwege bei Mukoviszidose. Behandlungszyklen mit intravenösen Antibiotika werden häufig ambulant durchgeführt.
Septische Arthritis (Gelenkinfektion) Bakterielle Entzündung eines Gelenks, häufig nach Infektion oder Operation. Nach der stationären Erstversorgung wird die intravenöse Therapie ambulant fortgeführt.
Protheseninfektionen Infektionen künstlicher Gelenke oder anderer Implantate. Die intravenöse Antibiotikagabe kann sich über sechs Wochen oder länger erstrecken und wird häufig ambulant durchgeführt.
Bronchiektasen Chronisch erweiterte Atemwege mit wiederkehrenden bakteriellen Infektionen. Bei akuten Verschlechterungen ermöglicht APAT die intravenöse Therapie im häuslichen Umfeld.
Komplizierte Harnwegsinfekte Schwere Infektionen der ableitenden Harnwege, häufig bei resistenten Erregern oder anatomischen Besonderheiten. Die intravenöse Therapie kann ambulant erfolgen.
Bakteriämie Nachweis von Bakterien im Blut, meist ausgehend von einer bekannten Infektionsquelle. Nach klinischer Stabilisierung kann die intravenöse Therapie ambulant fortgeführt werden.
Haut- und Weichteilinfektionen Ausgedehnte oder komplizierte Infektionen der Haut, des Unterhautgewebes oder der Muskulatur. Die intravenöse Antibiotikagabe kann ambulant über mehrere Wochen erfolgen.
Infektionen mit resistenten Erregern Infektionen durch multiresistente Bakterien wie MRSA oder VRE, für die spezielle intravenöse Antibiotika notwendig sind. APAT ermöglicht die Versorgung in vertrauter Umgebung.

Für die verschiedenen Krankheitsbilder haben sich typische Behandlungszeiträume etabliert, die im ambulanten Rahmen gut planbar sind:

Infektion Typische Therapiedauer
Osteomyelitis (Knochenentzündung) 4–6 Wochen
Endokarditis (Herzklappenentzündung) 4–6 Wochen
Septische Arthritis (Gelenkinfektion) 2–4 Wochen
Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen 1–4 Wochen
Infektionen bei Mukoviszidose 2–3 Wochen, wiederkehrend
Protheseninfektionen 6 Wochen oder länger
Abszesse und tiefe Wundinfektionen 2–6 Wochen

Besonders häufig ist APAT als sogenannte Sequenz- oder Step-Down-Therapie. Dabei beginnt die Behandlung stationär in der Klinik, wo die akute Phase überwunden wird. Sobald der Patient stabil ist, geht die Therapie ambulant weiter - ohne Therapiewechsel, mit demselben Antiinfektivum, über einen sicheren venösen Zugang. So lassen sich Krankenhausaufenthalte häufig um Wochen verkürzen, ohne dass die Wirksamkeit der Behandlung leidet. Bei der Endokarditis ambulanten Therapie, bei Osteomyelitis ambulant behandeln oder bei einer MRSA-Therapie zuhause ist dies inzwischen das Standardvorgehen.

Voraussetzungen für APAT

Damit eine APAT zu Hause sicher und erfolgreich verläuft, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Sie lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: medizinische Faktoren, die der Arzt beurteilt, und organisatorische Faktoren, die das häusliche Umfeld betreffen. Beide Gruppen werden vor Therapiestart sorgfältig geprüft.

Medizinische Voraussetzungen

Die medizinischen Voraussetzungen stellen sicher, dass die Therapie ambulant durchgeführt werden kann, ohne dass die Sicherheit der Patientin oder des Patienten gefährdet wird. Zentrale Kriterien:

  • Klinisch stabiler Zustand ohne akute Komplikationen
  • Gesicherte Diagnose und passende Antibiotikawahl durch den behandelnden Arzt (infektiologisches Team)
  • Vorhandensein oder Anlage eines geeigneten venösen Zugangs — meist ein Portkatheter, eine PICC-Linie (peripher eingeführter zentraler Venenkatheter) oder ein Midline-Katheter
  • Verträglichkeit des Antibiotikums (keine schweren Allergien oder Unverträglichkeiten in der Vorgeschichte)
  • Regelmäßige wöchentliche ärztliche Kontrollen und ggf. Laborkontrollen (Entzündungswerte, Nieren- und Leberwerte, ggf. Medikamentenspiegel)

Organisatorische Voraussetzungen

Auch wenn die medizinischen Bedingungen passen, hängt der Erfolg einer APAT entscheidend vom häuslichen Umfeld ab. Die organisatorischen Voraussetzungen schaffen den Rahmen, in dem eine ambulante Antibiotika-Versorgung sicher gelingen kann:

  • Geeignete häusliche Umgebung mit ausreichend Platz, Hygiene und einem ruhigen Raum für die Infusion
  • Anwesenheit oder Erreichbarkeit von Angehörigen, falls erforderlich
  • Bereitschaft des Patienten, an Schulungen und der eigenen Versorgung mitzuwirken
  • Erreichbarkeit eines behandelnden Arztes und eines spezialisierten Homecare-Teams
  • Hotline-Nummer für die 24/7-Erreichbarkeit der Versorgungspartner

Bei confido Care prüfen wir diese Punkte vor jeder Therapieaufnahme gemeinsam mit der zuweisenden Klinik oder dem behandelnden Arzt. Wenn eine Voraussetzung für APAT noch nicht erfüllt ist - etwa ein fehlender sicherer venöser Zugang - unterstützen wir die Koordination.

Welche Antiinfektiva werden bei APAT eingesetzt?

Die Wahl des Antiinfektivums richtet sich nach einer fundierten Erregerdiagnostik, idealerweise gestützt auf einen mikrobiologischen Nachweis oder kalkuliert anhand wahrscheinlichen Erregerspektrums unter Berücksichtigung der Leitlinien. Eine Antiinfektiva-Therapie sollte immer so kurz wie möglich und so lange wie nötig für eine erforderliche Therapiedauer erfolgen.

Für die ambulante Behandlung haben sich vor allem Wirkstoffe mit langer Halbwertszeit etabliert. Bei der Herstellung in einem Reinraumlabor des Wirkstoffs in einer Elastomerpumpe gelten strenge Anforderungen an die Stabilität des Wirkstoffs und die Sterilität der Herstellung. Daher ist die Absprache zu Beginn der ambulanten Therapieplanung mit dem spezialisierten Homecare-Team wichtig.

Die Antiinfektiva sind anwendungsfertig in einer tragbaren Elastomerpumpe hergestellt und somit für den Patienten nach Einweisung im Umgang eigenständig anwendbar. Die tragbare Elastomerpumpe gibt den Wirkstoff kontinuierlich in der Laufzeit ab, die ärztlich verordnet wurde - der Patient bleibt mobil und kann den Alltag weitgehend normal gestalten, während die Infusion läuft.

Das Antiinfektivum, das eingesetzt wird, wird ausschließlich vom Arzt bestimmt und in Rücksprache mit dem spezialisierten Homecare-Team besprochen, ob eine ambulante APAT in der Herstellung möglich ist.

In der ambulanten Praxis haben sich einige Wirkstoffe besonders bewährt:

Antibiotikum Typische Anwendung
Cephalosporine der 3. Generation Breitbandwirkung, einmal täglich – ideal für APAT
Carbapeneme bei komplizierten Infektionen, teils einmal täglich
Lipopeptide bei MRSA und anderen grampositiven Erregern
Glykopeptide bei resistenten Staphylokokken, Spiegelkontrollen erforderlich
Penicilline mit Beta-Laktamase-Inhibitor bei schweren Mischinfektionen, mehrmals täglich oder per Pumpe

Wie wird APAT praktisch durchgeführt?

Eine APAT folgt einem klar strukturierten Ablauf, der in jeder Phase auf die individuelle Situation des Patienten angepasst wird. Wer wissen möchte, wie läuft APAT ab, findet hier den typischen APAT-Ablauf in sieben Schritten:

  1. Indikationsstellung durch den Arzt. Der behandelnde Arzt - meist in der Klinik, manchmal auch beim niedergelassenen Internisten oder Infektiologen - entscheidet, ob eine ambulante Antiinfektivatherapie für den jeweiligen Patienten geeignet ist. Geprüft werden Erkrankung, Krankheitsverlauf, Begleiterkrankungen, Allergien und die häusliche Situation. Bei dieser Bewertung spielt nicht nur die Medizin, sondern auch die Lebenssituation eine Rolle.
  2. Auswahl des Antiinfektivums und des Therapieplans. Auf Basis einer fundierten Erregerdiagnostik, der Resistenztestung und der Infektionsstelle legt der Arzt das passende Antibiotikum fest. Dabei werden Halbwertszeit, Stabilität und Verabreichungsform berücksichtigt - auch mit Blick darauf, wie gut sich das Medikament im häuslichen Umfeld einsetzen lässt. Der Therapieplan enthält Dosis, Häufigkeit, Dauer und die geplanten Kontrolltermine.
  3. Anlage des venösen Zugangs. Für die wiederholte intravenöse Gabe braucht es einen sicheren Venenzugang. Häufig ist das bei Klinikentlassung bereits vorhanden - als Portkatheter, PICC-Linie oder Midline. Falls nicht, wird der Zugang in der Klinik oder in einer Praxis angelegt. Welche Variante geeignet ist, hängt von der Therapiedauer und der Art des Medikaments ab.
  4. Anmeldung beim Homecare-Anbieter. Die ärztliche Verordnung geht an einen spezialisierten Versorger - etwa confido Care. Wir klären ggf. in Absprache mit dem verordnenden Arzt die Kostenübernahme mit der Krankenkasse, organisieren Material und Pumpen und stimmen den Therapieplan mit Klinik und Arztpraxis ab. Das ist auch der Moment, in dem der Patient erstmals persönlich Kontakt zu seinem Versorgungsteam bekommt.
  5. Schulung und Einweisung. Vor der ersten Infusion zu Hause werden Patient und Angehörige geschult. Unsere Pflegekräfte zeigen, wie die Antibiotika-Infusion beim Hausbesuch abläuft, wie die Pumpe bedient und der Zugang gespült wird — und woran sich Anzeichen für eine Komplikation erkennen lassen. Der Verbandswechsel erfolgt durch das spezialisierte Homecare-Team oder die behandelnde Ambulanz in der wöchentlichen Therapiekontrolle. Diese Schulung dauert so lange, bis sich alle Beteiligten sicher fühlen.
  6. Durchführung der Therapie. Je nach Anwendungshäufigkeit des Antiinfektivums gemäß Therapieplan übernimmt der Patient oder ein Angehöriger die Verabreichung nach vorheriger Schulung durch das spezialisierte Homecare-Team den An- und Abschluss eigenständig. Das Einsetzen eines Pflegedienstes ist nur möglich, wenn der Pflegedienst spezialisiert ist und die Therapiezeiten gewährleisten kann. Bei einer kontinuierlichen Gabe per Elastomerpumpe wird der Beutel je nach Wirkstoff alle 24 Stunden gewechselt.
  7. Monitoring und Therapieabschluss. Während der gesamten Behandlung begleiten regelmäßige Laborkontrollen sowie ärztliche Visiten und nach ärztlicher Absprache den Therapieplan. Ändern sich in Verlaufskontrollen Laborwerte oder Symptome, wird die Therapie evtl. nach ärztlicher Anordnung angepasst. Am Ende der Behandlung wird die Wirksamkeit ärztlich dokumentiert, der Zugang entfernt - der Patient konnte durch eine ambulante APAT-Therapie behandelt werden, ohne wochenlang im Krankenhaus gelegen zu haben.

Verabreichungsformen bei APAT

Antibiotika lassen sich auf unterschiedliche Weise in den Kreislauf bringen. Welche Verabreichungsform gewählt wird, hängt vom Wirkstoff, der Dosierung und dem Tagesablauf des Patienten ab. In der Praxis kommen vor allem drei Varianten zum Einsatz:

Form Charakteristika
Kurzinfusion Über 15–60 Minuten verabreicht, meist über einen Infusionsständer oder als manuelle Gabe durch die Pflegekraft
Schwerkraftinfusion Klassischer Tropfenfluss aus einem hochgehängten Infusionsbeutel — einfache Technik, bewährt im Alltag
Elastomerpumpe Kleine, tragbare Einwegpumpe — gibt das Antiinfektivum kontinuierlich über Stunden bis Tage ab, der Patient bleibt im häuslichen Umfeld voll mobil

Die Elastomerpumpe hat sich in der häuslichen Versorgung besonders durchgesetzt, weil sie zwei zentrale Vorteile vereint: zuverlässige Wirkstoff-Abgabe und volle Bewegungsfreiheit. Zur Elastomerpumpe-Funktionsweise: Im Inneren befindet sich ein elastischer Ballon mit der Wirkstofflösung, der sich langsam und gleichmäßig zusammenzieht und das Antiinfektivum über einen feinen Druckregler ins Infusionssystem drückt. Strom, Batterien oder mechanische Pumpen werden nicht gebraucht - das macht die Anwendung wartungsfrei, einfach in der Anwendung und die Mobilität flexibel. Die klassische Schwerkraftinfusion mit einem Fertigarzneimittel zuhause wird vor allem bei Wirkstoffen genutzt, die nur einmal täglich kurz verabreicht werden müssen.

Vorteile von APAT

Für Patientinnen und Patienten

Der größte Gewinn einer ambulanten Antibiotikatherapie ist die Lebensqualität. Statt mehrere Wochen in einem Krankenhauszimmer zu verbringen, leben Betroffene in der eigenen Umgebung weiter - sie schlafen im eigenen Bett, kochen ihre gewohnten Mahlzeiten, sehen Familie und Freunde im normalen Rhythmus. Wer mobil genug ist, kann oft sogar arbeiten oder verreisen (in Absprache mit ihrem Homecare-Team und bei gewährleisteter Belieferungsmöglichkeit der Elastomerpumpen), während die Therapie läuft. Die Verabreichung der Infusion findet nach Therapieplan-Verordnung statt, manchmal auch kontinuierlich über den Tag - aber ohne Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Hinzu kommt ein medizinischer Vorteil, der in der Diskussion oft übersehen wird: Das Risiko, sich im Krankenhaus mit einem multiresistenten Keim anzustecken, sinkt deutlich, sobald die Behandlung im häuslichen Umfeld stattfindet. Für Patienten mit chronischen Erkrankungen wie z. B. Mukoviszidose oder Bronchiektasen ist das ein nicht zu unterschätzender Sicherheitsgewinn sowie eine gesteigerte Lebensqualität im häuslichen Umfeld.

Für das Gesundheitssystem

Auch jenseits der individuellen Perspektive gibt es klare Vorteile. Krankenhausbetten werden frei für Patienten, die eine stationäre und kontinuierliche ärztliche Versorgung benötigen - gerade in Zeiten von Bettenknappheit und Personalmangel ein gewichtiges Argument. Die Kosten einer ambulanten Antibiotikatherapie liegen in der Regel unter einer vergleichbaren stationären Behandlung, weil Übernachtungspauschale, Verpflegung und ein Teil der Personalressourcen entfallen. Studien zur APAT vs. stationärer Versorgung zeigen vergleichbare oder sogar bessere Outcomes - bei niedrigeren Komplikationsraten und höherer Patientenzufriedenheit. Wer Krankenhaus vermeiden Antibiotika als Suchanfrage stellt, sucht häufig genau nach dieser Möglichkeit: gleiche Behandlung, anderer Ort.

Risiken und mögliche Komplikationen

Eine wichtige Vorbemerkung: Das Risikoprofil einer APAT ist nicht höher als bei einer stationären Antibiotikabehandlung - bei sachgemäßer Durchführung sogar oft niedriger, weil das Risiko nosokomialer Infektionen (Krankenhauskeime) entfällt. Trotzdem gibt es Risiken, die kennen sollte, wer eine Antiinfektiva-Infusion zuhause beginnt. Sie sind selten, aber nicht ausgeschlossen - und durch Aufmerksamkeit lassen sich Komplikationen frühzeitig erkennen und behandeln. Die häufigsten möglichen Probleme zeigt die folgende Übersicht:

Komplikation Hintergrund und Vorbeugung
Katheter-Infektion Häufigste Komplikation. Durch strenge Hygiene beim Umgang mit dem Zugang weitgehend vermeidbar.
Katheter-assoziierte Thrombose oder Okklusion Thromboserisiko bei liegendem Katheter senken, Arm mobil halten, jedoch keine schwere Last tragen oder Tennis, Golf sowie Kraftsport betreiben, um Mikroverletzungen zu vermeiden. Auf Symptome achten wie Schwellung, Rötung und Schmerzen an und um die Einstichstelle. Eine Okklusion (mechanischer Verschluss des Katheters) lässt sich durch regelmäßiges pulsierendes Spülen (Push-Pause-Methode) vorbeugen.
Allergische Reaktionen Selten, aber möglich — auch bei zuvor gut vertragenen Antibiotika.
Nieren- oder Leberbelastung Bei langer Anwendung mancher Antibiotika. Wird durch regelmäßige Laborkontrollen überwacht.
Resistenzentwicklung Risiko bei zu kurzer oder unzureichend dosierter Therapie — daher konsequente Einhaltung des Therapieplans.
Lokale Reaktionen am Zugang Rötung, Schwellung oder Schmerz am Katheter-Eintritt sollten immer gemeldet werden. Verbandswechsel nur durch Fachpersonal, Hygiene stets beachten.

Bei folgenden Anzeichen sollten Sie sich umgehend bei uns oder bei Ihrem behandelnden Arzt melden - auch außerhalb regulärer Sprechzeiten. Frühe Reaktion ist hier der wichtigste Faktor für einen unkomplizierten Verlauf:

  • Fieber oder Schüttelfrost
  • Rötung, Schwellung, Wärme oder Schmerz am venösen Zugang
  • Plötzlicher Hautausschlag, Atemnot oder Kreislaufprobleme während der Infusion
  • Eitrige Absonderung oder verändertes Aussehen der Einstichstelle
  • Ungewöhnliche Müdigkeit, Übelkeit oder Verwirrtheit

Eine sorgfältige Sicherheit Antiinfektiva zuhause beginnt mit der richtigen Schulung. Wer den Umgang mit dem Katheter, der Pumpe und den Hygienemaßnahmen sicher beherrscht, beugt den meisten Komplikationen wirksam vor — und um eine Katheter-Infektion vermeiden zu können, sind drei einfache Grundregeln zentral: Hände gründlich desinfizieren, sterile Materialien verwenden, jeden Verbandswechsel durch geschultes Pflegepersonal durchführen und dokumentieren lassen.

Was kostet APAT? Wer übernimmt die Kosten?

Für Patientinnen und Patienten entstehen in der Regel keine direkten Kosten. Die gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernehmen die Aufwendungen für die ambulante Antibiotikatherapie vollständig — einschließlich der Antibiotika, des Infusionszubehörs, der Pumpen und der pflegerischen Versorgung. Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung APAT, die von einem zugelassenen Arzt ausgestellt wird, sowie ein medizinisch begründeter Anlass für die intravenöse Therapie.

In der Praxis läuft das so: Sobald die Verordnung vorliegt, klärt der Homecare-Anbieter — bei confido Care das interne Versorgungsmanagement - die Kostenübernahme direkt mit der Krankenkasse. Patienten müssen sich um Abrechnungsfragen, Belege oder Anträge nicht selbst kümmern. Auch der Wechsel von einer stationären auf eine ambulante Versorgung über das Entlassmanagement nach § 39 Abs. 1a SGB V ist klar geregelt und mit den Kostenträgern abgestimmt. Wer als Suchphrase Infusion zu Hause Kosten eingibt, findet hier die einfache Antwort: Bei medizinisch notwendiger APAT trägt die Versorgung die Kasse. Die Frage APAT Kosten stellt sich für Patientinnen und Patienten in den allermeisten Fällen also gar nicht.

Etwas anders sieht es bei Komfortleistungen oder zusätzlichen Angeboten aus, die nicht im Versorgungsvertrag enthalten sind - etwa besondere Reise-Logistik in Ausnahmefällen oder Leistungen, die über das medizinisch Notwendige hinausgehen. In solchen Situationen wird vorher klar besprochen, ob und in welcher Höhe Eigenanteile entstehen können. Bei privaten Krankenversicherungen kann es zusätzlich sinnvoll sein, vor Therapiestart eine schriftliche Kostenübernahmebestätigung einzuholen - die Krankenkasse Antibiotika zuhause-Regelungen sind in der gesetzlichen Versicherung einheitlicher als in der privaten.

Fazit

Eine APAT-Therapie mittels Elastomerpumpe ist für viele Patientinnen und Patienten heute eine echte Alternative zur stationären Antiinfektivabehandlung. Sie verbindet medizinische Sicherheit mit deutlich höherer Lebensqualität: Die Therapie findet im eigenen Zuhause statt, die intravenöse Wirksamkeit bleibt erhalten, und das Risiko nosokomialer Infektionen sinkt. Voraussetzung ist eine sorgfältige Vorbereitung - vom passenden Antiinfektivum über den sicheren venösen Zugang bis hin zur Schulung von Patient und Angehörigen. Wer konkret darüber nachdenkt, eine Infusionstherapie zuhause zu starten oder einen Angehörigen während einer APAT-Versorgung zu begleiten, findet auf unserer Service-Seite APAT-Versorgung bei confido Care alle Informationen zu Ablauf, Anmeldung und Kontaktwegen - inklusive der Möglichkeit, sich unverbindlich beraten zu lassen. Eine APAT-Therapie setzt immer eine ärztliche Verordnung voraus.

Häufige Fragen zu dem Thema

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen und Vergütungsmodelle gelten für APAT in Deutschland?

Die APAT ist in Deutschland bislang nicht flächendeckend als eigene Regelleistung etabliert; Fachgesellschaften wie die DGI setzen sich für klare Strukturen und Vergütung ein, und ein G-BA-Innovationsfonds-Projekt (K-APAT) hat die Versorgung untersucht. Die Umsetzung erfolgt derzeit über bestehende Versorgungs- und Vergütungswege.

Wie organisiere ich APAT (ABS-Konsil, Homecare, Monitoring, Labor)?

Eine APAT wird idealerweise mit infektiologischem bzw. ABS-Konsil geplant, der Venenzugang gesichert und ein Homecare-Partner eingebunden; das Monitoring umfasst klinische Kontrollen, Labor (z. B. Entzündungs-, Nieren-, Leberwerte, ggf. Spiegel) und definierte Notfallwege. Eine strukturierte Überleitung sichert die Kontinuität.

Welche Antibiotika eignen sich für APAT (Stabilität, Dosierintervalle, Pumpentauglichkeit)?

Geeignet sind Substanzen mit ausreichender Stabilität und praktikablem Dosierintervall; für kontinuierliche Gaben werden tragbare elastomere Pumpen genutzt. Auswahl und Regime erfolgen unter Berücksichtigung von Erreger, Stabilitätsdaten und ABS-Empfehlungen.

Welche Indikationen/Kontraindikationen gibt es für APAT, und wann ist eine Oralisierung vorzuziehen?

APAT eignet sich für klinisch stabile Patienten mit Infektionen, die zwingend intravenös behandelt werden müssen (z. B. ausgewählte Knochen-, Weichteil-, Endokarditis- oder CF-Infektionen). Gegen eine APAT sprechen instabile Verläufe, fehlende häusliche Versorgbarkeit oder unsichere Adhärenz. Sobald eine wirksame orale Option mit guter Bioverfügbarkeit besteht, ist die Oralisierung (Sequenztherapie) vorzuziehen.

Wie sicher ist eine Antibiotika-Infusion zu Hause?

Bei sorgfältiger Patientenauswahl, Schulung, hygienischem Arbeiten und ärztlicher Überwachung gilt die APAT als sicheres Verfahren. Ein erreichbarer Ansprechpartner und klare Notfallwege erhöhen die Sicherheit zusätzlich. Confido Care stellt hierfür eine Erreichbarkeit rund um die Uhr sicher.

Ist eine APAT auch bei Mukoviszidose möglich?

Ja, bei Mukoviszidose (zystischer Fibrose) sind wiederkehrende intravenöse Antibiotikatherapien häufig und können – nach ärztlicher Einschätzung – ambulant zu Hause durchgeführt werden. Das erspart Klinikaufenthalte und ermöglicht die Therapie im Alltag. Confido Care bietet die ambulante Antibiotikatherapie auch bei Mukoviszidose an.

Welche Kosten entstehen bei APAT und was zahlt die Krankenkasse?

Bei medizinischer Notwendigkeit und ärztlicher Verordnung werden die Kosten der APAT in der Regel von der gesetzlichen Krankenkasse getragen.Die Einzelheiten klärt das Versorgungsteam vorab.

Wer übernimmt bei APAT welche Aufgaben (Arzt, Pflegedienst, Homecare, Angehörige)?

Der Arzt stellt Indikation, Therapieplan und Verordnung; confido Care als Homecare-Versorger bzw. Pflegedienst übernimmt Materiallieferung, Anleitung und Durchführung; Patient und Angehörige werden geschult eingebunden. Confido Care koordiniert diese Versorgung und ist im Bedarfsfall rund um die Uhr erreichbar.

Welche Vorteile und Risiken hat APAT im Vergleich zum Krankenhaus?

Vorteile der APAT sind der Aufenthalt im gewohnten Umfeld, mehr Lebensqualität und ein geringeres Risiko für Krankenhauskeime. Risiken betreffen vor allem den Venenzugang (Infektion, Verschluss) und mögliche Antibiotika-Nebenwirkungen, weshalb Eignung, Schulung und Monitoring wichtig sind. In instabilen Situationen bleibt die stationäre Behandlung notwendig.

Wie läuft die Antibiotika-Infusion zu Hause ab (Zugang, Pumpe, Dauer)?

Über einen Venenzugang (z. B. PICC oder Port) wird das Antibiotikum nach festem Schema infundiert, häufig über eine tragbare elastomere Pumpe; Dauer und Frequenz richten sich nach dem Wirkstoff. Die Materialien werden geliefert, die Anwendung erfolgt durch Pflegekräfte oder geschulte Angehörige. Regelmäßige Kontrollen und ein Notfallkontakt gehören dazu.

Bin ich für eine intravenöse Antibiotikatherapie zu Hause geeignet – wer entscheidet das?

Ob eine APAT infrage kommt, entscheidet der behandelnde Arzt anhand von Erkrankung, Stabilität, gewähltem Antibiotikum und der häuslichen Versorgbarkeit. Voraussetzung sind ein klinisch stabiler Zustand und ein geeigneter, sicherer Venenzugang. Patient und Angehörige werden vor Beginn geschult.

Was ist eine ambulante parenterale Antibiotikatherapie (APAT) und wie funktioniert sie zu Hause?

Die ambulante parenterale Antibiotikatherapie (APAT) bezeichnet die Gabe intravenöser Antibiotika außerhalb des Krankenhauses – zu Hause oder in einer Praxis –, wenn eine längere i.v.-Therapie nötig ist, ein stationärer Aufenthalt aber nicht. Die Antibiotika werden über einen Venenzugang, oft per Pumpe, nach ärztlichem Plan verabreicht. Unser Homecare-Team und/oder Pflegedienst begleitet die Therapie; Confido Care bietet diese Versorgung fast bundesweit an.

Kann ich während der APAT-Infusion duschen, baden oder schwimmen?

Während einer laufenden Infusion sollten Sie nicht baden, duschen oder schwimmen gehen - der Zugang und das Infusionssystem müssen trocken bleiben. Außerhalb der Infusionszeiten ist Duschen möglich, der Arm mit dem Katheter darf jedoch nicht unter den Duschstrahl. Vollbäder werden bei einem zentralvenösen Zugang generell vermieden. Ihr Versorgungsteam zeigt Ihnen, wie der Zugang im Alltag richtig geschützt wird.

Wie schnell kann eine APAT-Versorgung starten?

In der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Vorliegen der ärztlichen Verordnung, sofern alle logistischen und medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Rezeptierung für eine Herstellung in Elastomerpumpen muss besprochen und über die Therapiedauer gesichert sein. Bei einer geplanten Klinikentlassung wird die Versorgung nahtlos übernommen. Eine spezialisierte Pflegefachkraft vom Homecare-Team begleitet die erste ambulante Verabreichung und schult Patient und Angehörige zum sicheren Umgang mit An- und Abschluss der Infusion.

Was passiert, wenn ich allein zu Hause bin und es ein Problem gibt?

Spezialisierte Homecare-Anbieter sind 24 Stunden am Tag erreichbar. Bei Anzeichen wie Fieber, Schmerz am Zugang oder Atemnot rufen Sie sofort die hinterlegte Notfallnummer an. Für medizinische Notfälle gilt zusätzlich immer der reguläre Rettungsdienst — die Nummer 112 ist die schnellste Option, wenn es ernst wird.

Kann ich während einer APAT-Behandlung arbeiten oder verreisen?

In den meisten Fällen ja. Da die Antiinfektivatherapie über eine tragbare Elastomerpumpe läuft, sind Patienten voll mobil. Reisen sollten Sie immer vorher mit Ihrem behandelnden Arzt und dem Versorgungsteam abstimmen — die Logistik sowie die richtige Lagerung der Antibiotika-Lieferung (Kühlung oder Raumtemperatur, wirkstoffabhängig) muss am Reiseort gesichert sein.

Wie lange dauert eine APAT-Behandlung typischerweise?

Das hängt stark von der Erkrankung, dem Krankheitsverlauf und den Behandlungsempfehlungen der Leitlinien ab. Bei einigen Krankheitsbildern kann eine i.v.-Antiinfektiva-Therapie über mehrere Wochen erfolgen. Bei Osteomyelitis oder Endokarditis sind oft Therapien über 4 bis 6 Wochen üblich. Bei chronischen Erkrankungen wie Mukoviszidose sind wiederkehrende Behandlungszyklen mit 2 bis 3 Wochen pro Schub notwendig. Die Eignung des Patienten für eine APAT-Therapie sollte immer durch den behandelnden Arzt entschieden werden.

Wer trägt die Kosten der APAT?

Bei medizinisch notwendiger APAT entstehen in der Regel keine direkten Kosten für Sie, ausgenommen die gesetzliche Zuzahlung von Rezeptgebühren oder Eigenanteile bei Privatversicherten. Die gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernehmen die Versorgung vollständig, sofern eine ärztliche Verordnung vorliegt. Die Abrechnung läuft direkt zwischen dem Versorgungsanbieter und Ihrer Krankenkasse.

Welche Antibiotika und Antiinfektiva können ambulant parenteral verabreicht werden?

Antimykotika und Virustatika mit stabiler Wirksamkeit in der Infusionsform - überwiegend Cephalosporine, Penicilline mit Beta-Laktamase-Inhibitor,Carbapeneme und Glykopeptide. Die konkrete Auswahl trifft die behandelndeÄrztin oder der behandelnde Arzt

Wie wird die Sicherheit der Therapie gewährleistet?

Geeignet sind alle zugelassenen Antibiotika, Antimykotika und Virustatika mit stabiler Wirksamkeit in der Infusionsform. Häufig kommen Cephalosporine, Penicilline mit Beta-Laktamase-Inhibitor,Carbapeneme oder Glykopeptide zum Einsatz. Die konkrete Auswahl trifft die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt, abgestimmt auf den Erreger und die Indikation.

Wer übernimmt die Betreuung zu Hause?

Die Betreuung erfolgt durch spezialisierte Homecare-Dienstleister wie confido Care in enger Abstimmung mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt und der versorgenden Apotheke. Unsere geschulten Fachkräfte kommen zu Ihnen nach Hause, leiten Sie und Ihre Angehörigen an und sind rund um die Uhr erreichbar.

Wie wird die Antibiotikatherapie verabreicht?

Die Antibiotika werden intravenös über einen sicheren Venenzugang verabreicht. Meist erfolgt das über einen Port-Katheter, eine PICC-Line oder einen Midline-Katheter. In der ambulanten Versorgung kommen häufig Elastomerpumpen zum Einsatz, die ohne Strom funktionieren und das Antibiotikum gleichmäßig abgeben.

Welche Vorteile hat APAT gegenüber einer stationären Behandlung?

APAT vermeidet lange Krankenhausaufenthalte, reduziert das Risiko nosokomialer Infektionen und verbessert die Lebensqualität spürbar. Patientinnen und Patienten bleiben in ihrer vertrauten Umgebung, behalten Familie und Alltag und kehren oft schneller in Beruf oder Schule zurück. Gleichzeitig entlastet APAT die Kliniken.

Für welche Patient*innen eignet sich APAT?

APAT eignet sich für Patientinnen und Patienten, die eine intravenöse Antiinfektivatherapie benötigen, dabei aber klinisch stabil sind und keine dauerhafte Krankenhausüberwachung erfordern. Die Entscheidung trifft die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt auf Basis der Erkrankung, des Allgemeinzustands und der häuslichen Situation.

Was versteht man unter ambulanter parenteraler Antiinfektivatherapie (APAT)?

APAT bedeutet, dass die intravenöse Gabe von Antibiotika, Antimykotika oder Virustatika nicht stationär im Krankenhaus erfolgt, sondern im häuslichen Umfeld oder in einer ambulanten Einrichtung. Mehr dazu im APAT-Fachartikel nach AWMF S1-Leitlinie 092-004.

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